Gemäss Duden bedeutet "Urban": städtisch, weltmännisch.

Und das Wort "Golf" von dem Duden aus zitiert:
(engl.) Ballspiel schottischer Herkunft in natürlichem Gelände. Ein kleiner Hartgummiball ist mit unter- schiedlich geformten Schlägern auf verschieden langen Bahnen mit möglichst wenig Schlägen in ein kleines Loch im Boden zu bringen (9 oder 18 Löcher).

Nun ja; beide Wörter so in einem guten Satz gepackt:
Städtischer Hartgummiball Einlocher!

Jedoch dass wäre die ganz falsche Übersetzung...

Urbangolf ist eine Art von Golf mit etwas mehr Würze. Die einen nennen es Crossgolf - wir nennen es Urbangolf. Der Urbangolfer schlägt seine Golf-Bälle auf Äcker, Kiesgruben, Pärken, Gärten, Wiesen, Wälder, unbefahrene Strassen, über Seen und Flüssen,... Eigentlich überall dort, wo er gerade ist! Ziel ist es, mit möglichst wenig Schlägen das Fähnlein bis mindestens 30 cm oder den ausgesuchten Gegenstand (Robbydog-Kasten, Wegweiser, Baum, Schilder, Laternen,...) zu nähern / treffen und somit "einzulochen".

Wenn sie die Geschicht des Golfsports kennen, werden sie schnell merken; dass der Urbangolfer zurück zu den Ursprüngen dieser Sportart findet!
Weiter unten können sie die Geschichte des Golfsports in einer kleinen Zusammenfassung lesen...


Die Geschichte des Golfsports
Golf ist eine Leidenschaft und Lebenschule; aber auch eine lange Geschichte.

Der erste Schlag mit einem Knüppel, der im weitesten Sinne als Urahne eines modernen Golfschlägers herhalten kann, traf wahrscheinlich schmerzhaft die Weichteile eines verhassten Widersachers! Diesen Schluss lassen jedenfalls die Ausführungen des deutschen Sporthistorikers Heiner Gillmeister zu. Er sieht die Wurzeln aller Ballsportarten und damit auch des Golfs in den ritterlichen Turnieren des Mittelalters. Doch während die Ritter edlen Geblüts noch eins zu eins, hoch zu Ross mit Lanzen und Schwertern bewaffnet, blutigen Ernst machten, massen die einfachen Handwerker und Bauern ihre Kräfte auf andere Art. Ein mit Stroh gefüllter Lederball übernahm die Rolle des angreifenden Ritters, der nach dem schönen Burgfräulein trachtete. Ihn galt es vom heimischen Tor mit allen Mitteln fernzuhalten. Vom Ablauf her zwar stark vereinfacht, standen diese Ballspiele den Ritter-Turnieren in Sachen Brutalität aber in nichts nach. Beim ursprünglichen «soule», wie das Spiel im alten Frankreich genannt wurde, konnte der Ball mit Händen und Füssen durch die feindlichen Linien vorangetrieben werden. Schon bald gab es aber auch eine Variante, bei der ein am Ende gekrümmter Hirtenstab («crosse»), mit im Spiel war. Das «soule à la crosse» gilt nicht nur als derbe Urform des heutigen Hockey, Cricket und Baseball, sondern laut Heiner Gillmeister auch des Billard und Golf. Es war denn auch der Einsatz eines Hilfstocks, der den Ball immer mehr schrumpfen liess.
Das erste Verbot des Golfsports ist eine umstrittene Angelegenheit. So sehen verschiedene britische Historiker einen Erlass des schottischen Königs Jakob II. aus dem Jahre 1457 als den entscheidenden Beweis dafür, dass die Wiege des modernen Golfs in Schottland liege. Tatsächlich werden in diesem Parlamentsbeschluss «futeball and golfe» verboten und den Bürgern statt dessen zur Erhöhung der Wehrhaftigkeit das Üben mit Pfeil und Bogen ans Herz gelegt. 1491 wird der Bann gar ein zweites Mal bekräftigt. Dieser Beweisführung hält Gillmeister ein ähnliches Verbot des Magistraten von Brüssel entgegen, das bereits 1360 erlassen wurde. Dort wird «Colven» unter Androhung einer Busse von zwanzig Schilling untersagt! Für den deutschen Sporthistoriker steht aber fest, dass es sich bei beiden wortverwandten Spielen, «Golfe» und «Colven» (vom mittelniederländischen Hirtenstab «kolf»), noch um direkte Ableger des wegen seiner Brutalität berüchtigten «soule à la crosse» handelte...
Das erste Bild, das unverkennbar einen zum Putten ansetzenden Golfer zeigt, gibt wiederum den Verfechtern der kontinentalen Ursprungsthese recht. Es handelt sich um eine Abbildung aus dem privaten Andachtsbuch der Adelaïde von Savoyen, das vermutlich um 1450 entstanden ist. Diese sogenannten «Stundenbücher» des Mittelalters wurden häufig mit Bildern alltäglicher Szenen ausgeschmückt. Bilder von schottischen Golfern gibt es erst Anfang des 18. Jahrhunderts. Die erste Erwähnung des eigentlichen Golfsports findet sich im 1545 erschienenen Schriftwerk «Tyrocinium latinae linguae» von Pieter van Afferden. In diesem Buch werden alltägliche Begebenheiten sowohl auf Lateinisch als auch auf Niederländisch erzählt. Der Holländer wollte damit der Lehre Erasmus von Rotterdam folgend den Gebrauch von Latein in der Umgangssprache fördern. Dabei widmet er ein ganzes Kapitel dem Golfspiel. Dort taucht erstmals im Umfeld von «kolven» auch das Loch auf; das es zu treffen gilt. Dies ist um so brisanter, da Verfechter der schottischen Ursprungstheorie genau die Erwähnung des Lochs bei schottischen Golfbeschreibungen für ihre Beweisführung in Anspruch nehmen. Doch datiert die erstmalige Beschreibung im lateinisch-englischen «Vocabula» von David Wedderburns erst aus dem Jahre 1636.
Der erste Golfclub der Welt ist nun aber endlich eine Ehre, die unbestritten den Schotten zugesprochen wird! Bereits 1680 erwähnt Sir John Foulis of Ravelston eine «company», die an der Küste von Leith regelmässig dem Golfspiel frönte. 1744 trat «the Company of Gentlemen Golfers of Leith» erstmals offiziell in Erscheinung. Sie bat den Rat von Edinburgh in einem Brief, einen Silberpokal als Preis für ein alljährlich ausgetragenes Turnier zu stiften. Die ersten Regeln waren eine direkte Folge des geplanten Wettkampfs von Leith. Bislang wurde Golf mit von Grafschaft zu Grafschaft oder gar Familie zu Familie unterschiedlichen Regeln gespielt. Für das Turnier galt es, eine einheitliche Form festzulegen. Das erste Regelwerk der «Edinburgh Golfers» umfasste dreizehn Punkte. Diese hat die ehrwürdige «St. Andrews Society of Golfers» 1754 als Grundlage für ihr erstes Turnier kurzerhand übernommen. Gleichwohl war es das ständig erweiterte Regelwerk von St. Andrews, das über die Grenzen der Grafschaft hinaus die Entwicklung des Golfsports bis heute massgeblich bestimmen sollte.
Die ersten Professionals fristeten Mitte des 19. Jahrhunderts in Schottland ein eher bescheidenes Leben. Zwar wurden sie von den noblen Club-Mitgliedern bewundert und um ihr Können beneidet, trotzdem war ihnen als Angehörigen der arbeitenden Klasse der Zugang zum Clubhaus über das Hauptportal verwehrt - sie mussten die separaten Bediensteten-Eingänge benutzen. Die Verdienstmöglichkeiten beschränkten sich neben dem Golfunterricht, Caddie-Diensten und kleinen dotierten Preiswettkämpfen auf das Herstellen von Schlägern, Bällen und auf den Platzunterhalt. Der erste Star des Golfsports hiess Tom Morris. Er wurde 1821 als Sohn eines Briefträgers geboren. Seit er mit sechs Jahren seinen ersten Schläger bekam, liess ihn der Golfsport nicht mehr los. Seinen Lebensunterhalt bestritt er zuerst als Ballhersteller und später als Greenkeeper und Chefpro. Zur Golflegende wurde er, indem er den Vorläufer des heutigen British Open, die Open Championship von Prestwick, nach einem zweiten Platz bei der ersten Austragung 1860 zweimal nacheinander 1861 und 1862 sowie 1864 und 1867 gewann. Der breitschultrige Morris war bekannt für seinen kraftvollen, weiten Schlag und seinen wilden Vollbart. Übertroffen wurde sein Ruhm lediglich noch von seinem Sohn Tom Morris Junior, der das Open ab 1868 viermal nacheinander für sich entschied und die Konkurrenz mit elf und zwölf Schlägen deklassierte.
Der erste Gummiball revolutionierte schon 1898 den Golfsport! Der amerikanische Tüftler Coburn Haskell kam beim Besuch eines Freundes bei der Goodrich Rubber Company in Ohio auf die glorreiche Idee, einen harten Kern mit dünnen Gummibändern zu umwickeln. Moderne Golfbälle basieren grundsätzlich immer noch auf dem gleichen Konzept. Lediglich die Oberflächenbeschaffenheit wurde immer wieder nach den jeweils neusten Erkenntnissen der Aerodynamik verfeinert. Schlagendstes Argument der von Traditionalisten arg bekämpften Innovation: Der Ball flog rund zwanzig Meter weiter als der bis anhin verwendete «Gutty». Dieser wurde aus dem Kautschuk des in Malaysia beheimateten Guttapercha-Baumes hergestellt. Er hatte fünfzig Jahre vorher mit demselben Argument den «feathery» abgelöst. Dieser prägte zuvor mindestens zweihundert Jahre das Golfspiel. Es handelte sich dabei um ein zusammengenähtes Stück Ross- oder Kuhleder, das mit Wolle, Daunen oder Gänsefedern ausgestopft wurde. Die Produktionskapazität beschränkte sich bei einem guten Ballmacher auf lediglich drei Stück pro Tag. Entsprechend teuer waren die «featheries». Dagegen vervielfachte sich der Ausstoss der «gutties» bereits auf mehrere Dutzend pro Tag. Bereits ein typisches Kind der Massenproduktion war der Haskell-Ball. Bei der Entwicklung des Golfequipments war es im übrigen immer der Ball, der die Eigenschaften des Schlägers beeinflusste, und nicht umgekehrt.
Dank ihrer Beharrlichkeit hatten es die Damen der Gesellschaft bereits 1850 geschafft, regelmässig auf den Platz zugelassen zu werden. Nach St. Andrews breitete sich das Frauen-Golf schnell im ganzen britischen Reich aus. Bereits 1893 wurde auf einem kleinen Platz in Lancashire die erste «Womens Golf Championship» ausgetragen. Die Frauen können zudem auf eine prominente Vorreiterin in der Frühgeschichte des Golfs verweisen. Maria Stuart, Königin von Schottland, soll 1567 kurz nach dem Ableben ihres Mannes bei einer vergnüglichen Partie Golf gesichtet worden sein, was bei Hofe einiges Missfallen auslöst haben soll.
Der erste Schlag auf dem Mond wird wohl für lange Zeit auch der letzte bleiben. Der amerikanische Astronaut Alan Shepard hat ihn 1971 vor Millionen von TV-Zuschauern ausgeführt. Das macht ihn zum meistbeachteten Schlag der Golfgeschichte. (Klicke hier; um zu sehen, wie Alan Shepard auf dem Mond einen Abschlag macht!)
Der erste schwarze Pro, der nach der Aufhebung des «whites only»-Dekrets 1961 an einem Turnier der Professional Golfer Association (PGA) mitspielte, war Charlie Sifford. Lee Elder war 1975 der erste Schwarze an einem Masters. Trotzdem führte noch 1990 ein von der PGA veranlasstes Massnahmenpaket gegen Rassendiskriminierungen im Golf zu einer Reihe von Protestaustritten renommierter Clubs. Spätestens seit dem April 1997 haben diese Ansammlungen reaktionärer Golfgeister aber einen schweren Stand. Der 21-jährige Sohn eines schwarzen Vietnam- Veteranen und einer Thailänderin, Tiger Woods, gewann als jüngster und erster farbiger Spieler das US-Masters und erst noch mit einem Rekordscore und einem Rekordvorsprung.
Der erste Superstar Tiger Woods führt den Golfsport nicht nur wegen seiner Hautfarbe, seinem aussergewöhnlichen Können und seiner schillernden Vorbildfunktion in neue Dimensionen. In seiner fünfjährigen Profikarriere hat Tiger Woods bereits 50 Millionen Franken Preisgeld eingespielt. Dazu kommt wohl ein Vielfaches an Werbegeldern. Das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek bezeichnet Tiger Woods als eigentlichen Dominator. Dazu die Definition: «Sie wollen wissen, wie es ist; jemandem wie Tiger Woods zu begegnen? Machen Sie eine Faust und schlagen Sie sich damit ins Gesicht. Denn Dominatoren schlagen Sie nicht einfach, sondern bringen Sie so weit, dass Sie es selber tun...»